Familienaufstellung

Was ist das?

Die Familienaufstellung ist ein elegantes Verfahren, das es zunächst ermöglicht, das innere Bild seiner Familie, das jeder unbewusst in sich trägt, nicht nur sichtbar, sondern auch mit allen Sinnen erfassbar zu machen.

Fast in jeder Familie gibt es unerkannte Verstrickungen, die den einen oder anderen daran hindern, Dinge im Leben zu erreichen, die er/sie sich wünscht:

Liebe, Harmonie, Erfolg, eine erfüllte Partnerschaft, gesteckte Ziele, Gesundheit, Respekt, Geld – all das, was sich der Einzelne als „Glück, Zufriedenheit erleben” vorstellt.

In der Aufstellungsarbeit gelingt es nun, unheilvolle Beziehungen aufzulösen und das innere Bild so zu verändern, dass die Ressourcen der Familie – heilvolle Beziehungen – entdeckt werden können:
Neue Lösungsansätze, Veränderungen, neue Wege für das Leben eröffnen sich.

Wie funktioniert das?

Wenn Sie Ihre Familie aufstellen möchten, wählen Sie zunächst andere Gruppenteilnehmer aus und bitten Sie, Stellvertreterfunktion für Sie selbst und Ihre Familienmitglieder (lebende und gestorbene) zu übernehmen.

In Ihrem Leben gibt es eine wichtige Frage oder ein Anliegen, das Sie jetzt formulieren, um durch die Aufstellung eine Antwort oder eine weiterführende Lösung zu erhalten.

Unter Anleitung des Therapeuten stellen Sie jetzt als Hauptperson ein lebendes Bild Ihrer Familie auf.

Die Stellvertreter (von Ihnen, Vater, Mutter, Geschwister etc.) werden nun zu ihren Empfindungen, ihren Perspektiven oder Haltungen befragt.

Auf erstaunliche Weise geben die Statisten nun bemerkenswert treffende Gefühlsäußerungen und familienentsprechende Aussagen von sich – so, als ob tatsächlich die authentische Familie versammelt sei. (Man nimmt an, dass die Menschen eine genetische, bisher noch nicht genau erforschte Fähigkeit haben, durch räumliche Aufteilung der Personen auf gefühlsmäßige Beziehungen schließen und diese relativ genau erfassen zu können).

Störungen, unheilvolle Koalitionen werden sichtbar.

Durch Veränderung der Stellung und Haltungen der Personen wird nun schrittweise ein neues, heilsames Bild entwickelt, in dem sich alle geborgen, kraftvoll und frei fühlen.

Neue Leitsätze für Ihr zukünftiges Leben eröffnen sich und Sie werden das Lösungsbild in Ihrem Inneren mit nach Hause nehmen, wo es heilend weiterwirken kann.

Woher kommt die Methode?

Die Aufstellungsarbeit ist eine der vielen therapeutischen Methoden aus der systemischen Familientherapie und wurde zunächst von der amerikanischen Psychotherapeutin Virginia Satir als Skulpturarbeit entdeckt und später wegen ihrer Wirksamkeit von anderen Schulen weiterentwickelt.

Bert Hellinger hat die Methode zwar populär gemacht, jedoch ist sie durch seine Persönlichkeit in eine Richtung abgeglitten, die mit dem systemisch-therapeutischen Menschenbild von Selbstverantwortung und Würde nicht mehr viel gemeinsam hat. In meinen Aufstellungen distanziere ich mich weitestgehend von seinen Methoden.

Meine Arbeit lehnt sich an die Wurzeln des systemischen Weltbildes an: Sie tragen alle Daten und Fakten aus ihrer Herkunftsfamilie zusammen und erarbeiten aus diesen in einer gesonderten Sitzung davor ihr Genogramm mit LUST-Logo aus.

Anschließend erarbeiten wir gemeinsam ein Ziel, was möchten Sie aus der Aufstellungsarbeit mitnehemen?

Diese Grundlagen bieten ein uneingeschränktes Potenzial, um eine hilfreiche Arbeit zu leisten.

Mein Ziel ist es nicht, zu heilen, sondern die Selbstheilungskräfte der Klienten in Richtung Autonomie und Selbstbewusstsein zu stärken.

Familienaufstellungen bringen manchmal das Leben ziemlich aus dem Gleis, deshalb ist ein Nachgespräch inklusive, falls sie es benötigen, das neu entdeckte aufzuarbeiten.

Was erwartet mich in einer Aufstellungsarbeit?

Als Teilnehmer eines Aufstellungsseminars entscheiden Sie frei, ob Sie als Hauptdarsteller, Stellvertreter oder nur als Zuschauer teilnehmen wollen.

Als systemische Therapeutin gehe ich von der Grundannahme aus, dass die hilfreichsten Lösungen meist vom Klienten selbst oder den stellvertretenden Familienangehörigen angeregt werden. Ich achte daher diese selbstorganisierte Ressource und greife nur dann ein, wenn aus dieser Gruppe keine fruchtbaren Impulse kommen.

Der Aufstellungsprozess findet in einer geschützten Atmosphäre statt, in der jeder Teilnehmer die Schweigepflicht beachtet.

Manchmal kommt es vor, dass auch ein „Zuschauer„ oder „Mitspieler” stark von der erlebten Szene bewegt ist, da er Parallelen mit seiner eigenen Familiengeschichte entdeckt, wichtige Erkenntnisse über sein eigenes Familiensystem bekommt und im Einzelfall emotionale Unterstützung braucht und bekommt.

In einem Nachgespräch werden „Störungen” in der Gruppe ernst genommen und bearbeitet.