Die verschiedenen Seiten, Eigenschaften und vor allem Gefühle einer Persönlichkeit werden mit Hilfe von Rollenspielern in einer partyähnlichen Atmosphäre aufgezeigt. All die verschiedenen Seiten und Anteile, die wir bei anderen bewundern oder ablehnen, gehören auch zu uns.
Wichtig ist, wie wir mit ihnen umgehen, ob wir sie pflegen, achten und gerne zeigen oder sie unterdrücken und nur im Notfall hervortreten lassen.
So ungewöhnlich der Name „Party” erscheint, so groß ist dabei der Spaß am Lernen und so erfolgreich das Ergebnis, sich selbst besser kennen zu lernen, anzunehmen, zu würdigen und eine ausgewogene Balance aller Persönlichkeitsanteile anzustreben.
Sie werden in diesem Rollenspiel erkennen, welche inneren Dialoge sich in ihrem Unbewussten ereignen, um eine Entscheidung oder einen Weg zu bereiten.
Probieren Sie es aus.
Stellen sie sich vor, sie sind der König oder die Königin und wollen heute ein großes Fest feiern. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, der Thronsaal ist gerichtet und die Diener sind bereit.
Die geladenen Gäste (ca.10 -12) sind sorgfältig ausgewählt. Es sind ihre getreuen Untertanen, Anteile ihrer eigenen Persönlichkeit, die in der Rolle einer bekannten „Figur” daherkommen.
Sind sie kreativ? Vielleicht haben sie ja „Picasso” gebeten, diesen Anteil zu repräsentieren. Vielleicht auch mitfühlend? Wäre da Mutter Theresa als Gast passend? Und ihre Weiblichkeit könnte heute als Marilyn Monroe anwesend sein? Ach ja, und ihre Angst? Kommt sie in der Verkleidung eines Hasen daher?...
Sie sitzen auf ihrem Thron und beobachten die Gäste. Manche haben sich sofort miteinander angefreundet und unterhalten sich angeregt oder tanzen. Manche sind sehr steif und spröde, provozieren und streiten. Manche stehen gelangweilt in der Ecke, weil sich gar niemand mit ihnen unterhalten will.
Sie sind erstaunt, was sie da beobachten können und welche Dialoge sie zu hören bekommen. Solche Gespräche kennen sie! Haben die nicht schon oft in ihrem Kopf stattgefunden?
Was passiert, wenn ihnen die Regisseurin von Aufträge erteilt. Zum Beispiel, dass alle jetzt mal einen Konflikt vom Zaun brechen sollen? Oder, dass sie darauf achten sollten miteinander harmonisch umzugehen.
Na, wir wollen ja nicht gleich alles verraten... nur so viel: Am Schluss des Festes werden sie alle ihre Gäste als hilfreiche Diener ihrer königlichen Persönlichkeit erkennen, und merken, wie wertvoll es ist, dass alle zu einem kreativen Team zusammengewachsen sind.
Lassen sie sich überraschen mit welcher Kraft sie aus diesem Festspiel nach Hause gehen werden.
Virginia Satir, eine der Pionierinnen der Familientherapie im Amerika der 70-er Jahre, hat entdeckt, dass wir uns nur dann weiter entwickeln, wenn wir einen Sachverhalt mit allen Sinnen erfassen können.
Angelehnt an die Psychodramaarbeit von Fritz Pearls, hat sie neue Verfahren entwickelt, die es uns ermöglichen unseren familiären und geschichtlichen Hintergrund so zu sehen, dass er hilfreich, heilvoll und kreativ in unsere Gegenwart und Zukunft hineinwirken kann.